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Das "gallische Dorf" im Bielefelder Osten

Rückblick: Plätze bei TuS Eintracht

Benjamin Hanke Sonntag, 14. April 2019 von Benjamin Hanke

Zeitgeschichte: "legendärer" Artikel erschien vor 3 Jahren auf der Homepage

Das "gallische Dorf" im Bielefelder Osten

Damals wie heute immer noch aktuell :-). Dieses Jahr sieht es mit den Plätzen aber ganz gut aus ;-).

In ganz Bielefeld kann draußen Tennis gespielt werden und hat die Außensaison bereits eröffnet. In ganz Bielefeld? – nein, im Bielefelder Osten gibt es einen Verein, der sich erfolgreich widersetzt. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit…

Siegfried Arend ist seit über 15 Jahren Platzwart bei der TuS Eintracht Bielefeld Tennisabteilung. Diesen Job hat er immer sehr gerne gemacht, auch wenn einige Mitglieder hier und da unbelehrbar erscheinen. „Das war aber immer schon so – ist also nichts Neues“, erzählt der 81-jährige.

Das "gallische Dorf" im Bielefelder Osten

In ganz Bielefeld kann draußen Tennis gespielt werden und hat die Außensaison bereits eröffnet. In ganz Bielefeld? – nein, im Bielefelder Osten gibt es einen Verein, der sich erfolgreich widersetzt. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit…

Siegfried Arend ist seit über 15 Jahren Platzwart bei der TuS Eintracht Bielefeld Tennisabteilung. Diesen Job hat er immer sehr gerne gemacht, auch wenn einige Mitglieder hier und da unbelehrbar erscheinen. „Das war aber immer schon so – ist also nichts Neues“, erzählt der 81-jährige.

Arend ist derzeit mit seinen Helfern wieder im Einsatz, um die Plätze für die neue Saison vorzubereiten. Viele Tennisspieler können es – auch wegen der vor der Tür stehenden Medenspielen – kaum erwarten, draußen zu spielen. Viele drängen auch auf eine sofortige Öffnung der Plätze. Das ist aber nicht möglich.

„Das Wetter der vergangenen Woche spielte einfach nicht mit“, stellt Arend fest. Denn auch wenn es von der Oberfläche her so aussieht: Unter der Asche sammelt sich das Wasser. „Wenn wir jetzt schon freigeben würden, machen wir die Plätze kaputt“, stellt er klar.

Wie kommt es aber dazu, dass in (fast) ganz Bielefeld die Plätze schon geöffnet sind und bei der Eintracht eben noch nicht? Schuld an der Verzögerung ist der Berg hinter den oberen Plätzen. Arend erklärt, dass „der Berg viel Wasser gegen die Plätze drückt, besonders die Plätze fünf und sechs sind da gefährdet“. Die Kanalisation kann das nachführende Wasser nur langsam abführen. „Die Plätze bleiben länger feucht“. Kommt dann – wie in den letzten Tagen – noch Frost dazu, geht auf dem roten Sand gar nichts mehr. Dazu kommen in diesem Jahr Temperaturen von unter 10 Grad – nicht unbedingt optimales Tenniswetter.

Siggi, wie er hier liebevoll genannt wird, hat auch gleich ein gutes (oder schlechtes) Beispiel parat: „In Dornberg sind die Linien teilweise durch den Frost und Feuchtigkeit wieder hochgekommen“. Dort geht die Arbeit also wieder von vorne los. „Daher bitten wir immer jedes Jahr um Verständnis und Akzeptanz, dass es hier direkt am Wald eben etwas länger dauert“ – und es gibt da noch etwas, was dem scheidenden Platzwart sehr wichtig ist.

„Die ersten Spiele draußen bedeuten eine Umgewöhnung für die Spieler“, so Arend. Anderer Untergrund, Wind und Sonne sind in der Halle kein Thema, aber draußen. „Da muss man sich erst mal einspielen und so sollte man auch auf die Plätze gehen“. Leider macht er immer wieder die gegenteilige Feststellung: „Da wird gekämpft und gerutscht, als ginge es um ein hohes Preisgeld“, dabei sind es nur harmlose Trainingsspiele, die den Plätzen dann zusätzlich schaden. Ebenso geht es um die allgemeine Platzpflege: „Es muss gründlich abgezogen werden, eigentlich mindestens 5 Minuten vor dem Ende“. Das tut aber kaum Jemand und von den Löchern auf dem Platz mal ganz abgesehen. „Die müssten nach dem Spiel eigentlich wieder verschlossen werden. Die Hilfsmittel sind alle auf dem Platz vorhanden“, so Arend. So aber ist der Rentner dreimal in der Woche damit beschäftigt, die gröbsten Schäden wieder zu reparieren. „Wenn alle sich dort etwas mehr Mühe geben würden, dann wäre vieles einfacher“, appelliert der Platzwart an das vorbildliche Verhalten seiner Mitmenschen. Im nächsten Jahr wird es wohl der Nachfolger sein, der vielleicht die Früchte der besonnenen Mitglieder ernten darf.

Autor: Benjamin Hanke, TuS Eintracht Tennis

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